Hein

Hein
Hein 〈nur in der Wendung〉 Freund \Hein der Tod [Hein = Kurzform von Heinrich]

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Hein:
Freund (1).

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Hein,
 
1) Christoph, Schriftsteller, * Heinzendorf (bei Frankenstein in Schlesien) 8. 4. 1944; nach Philosophiestudium Theaterarbeit in Berlin (Ost), freischaffender Schriftsteller seit 1979. Seine Theatererfahrung schlägt sich in bühnenwirksamen Stücken nieder. Hein nutzt häufig überlieferte Stoffe und bereitet sie gegenwartsnah auf: »Lassalle fragt Herrn Herbert nach Sonja« (Uraufführung 1980, gedruckt 1981); »Cromwell« (Uraufführung 1981). V. a. »Die Ritter der Tafelrunde« (Uraufführung und gedruckt 1989) wurde vom Publikum als Parabel auf die Ausweglosigkeit in der Endzeit der DDR verstanden. Die erzählerischen Werke - bekannt wurde er mit der Novelle »Der fremde Freund« (1982; auch unter dem Titel »Drachenblut«) - zeichnen ebenfalls ein kritisches Bild der DDR-Gesellschaft. Meist verwendet Hein Rollenprosa, um seinen Figuren psychologische Glaubwürdigkeit zu verleihen, so auch in dem Roman »Das Napoleon-Spiel« (1993), wo zeitgeschichtliche Problematik in den Hintergrund tritt. Den Zeitgeist nach der deutschen Vereinigung suchte er dagegen in »Randow« (Uraufführung 1994) auf die Bühne zu bringen, auch der Roman »Willenbrock« (2000) setzt sich noch einmal mit den jüngsten Umbrüchen der deutschen Geschichte und Gesellschaft auseinander. Hein bearbeitete und übersetzte Stücke von J. Racine, Molière und J. M. R. Lenz.
 
Weitere Werke: Stücke: Schlötel oder Was solls (Uraufführung 1974; gedruckt 1986); Die wahre Geschichte des Ah Q (1984); Passage (1988); Bruch (Uraufführung 1999).
 
Prosa, Erzählungen: Einladung zum Lever Bourgeois (1980; auch unter dem Titel Nachtfahrt und früher Morgen); Das Wildpferd unterm Kachelofen (1984, Kinderbuch); Exekution eines Kalbes u. a. Erzählungen (1994); Von allem Anfang an (1997).
 
Romane: Horns Ende (1985); Der Tangospieler (1989).
 
 2) Manfred Peter, Schriftsteller, * Darkehmen 25. 5. 1931; lebt in Helsinki; schreibt zugleich zeitkritisch und hermetisch wirkende Gedichte; Übersetzer (aus dem Finnischen) und Kritiker.
 
Werke: Lyrik: Ohne Geleit (1960); Gegenzeichnung (1972); Zwischen Winter und Winter (1978); Über die dunkle Fläche. Gedichte 1986-1993 (1994).

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Hein:Freund (1).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • hein — hein …   Dictionnaire des rimes

  • Hein — ist eine norddeutsche Kurzform des Vornamens Heinrich, sowie der Familienname folgender Personen: Albert Hein der Ältere (1571–1636), deutscher Rechtswissenschaftler und Diplomat Alfred Hein (1914–1971), deutscher Politiker (GB/BHE, GDP, CDU)… …   Deutsch Wikipedia

  • hein — [ ɛ̃; hɛ̃ ] interj. • 1765; hen XVIe; lat. hem, onomat. ♦ Fam. 1 ♦ S emploie seul, soit pour inviter l interlocuteur à répéter une chose qu on a ou qu on feint d avoir mal entendue, soit pour l interrompre avec impatience. ⇒ comment, pardon, quoi …   Encyclopédie Universelle

  • Hein — ist wie Heinz und Hinz eine Kurzform von Heinrich. Da dieser Name ungemein häufig vorkam, hat er seine Bedeutung als Eigenname verloren und ist zum Teil ganz allgemein zur Bezeichnung männlicher Personen angewendet worden, deren eigentliche Namen …   Das Wörterbuch der Idiome

  • *hein — ● hein interjection (onomatopée, peut être du latin hem, interjection) Familier Sollicite d une façon pressante une réponse à une interrogation : Cela est bien écrit, hein ? Marque l étonnement, la surprise, le doute, une demande d explication :… …   Encyclopédie Universelle

  • Hein — is the surname of:* Jay Hein, director of White House Office of Faith Based and Community Initiatives **Hein v. Freedom From Religion Foundation the Supreme Court case bearing his name * Jotun Hein * Karl Hein (1908–1982), German athletic * Piet… …   Wikipedia

  • Hein — Sm per. Wortschatz reg. (17. Jh.) Onomastische Bildung. In der Wendung Freund Hein als Hüllwort für den Tod gebraucht. Kurzform des Vornamens Heinrich warum aber gerade dieser für den Tod gebraucht wird, ist unklar.    Ebenso nndl. vriend Hein. ✎ …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Hein [1] — Hein (auch Hain), verkürzt aus Heine, einer Koseform von Heinrich, bezeichnet in der Formel »Freund H.« den Tod als wohlwollendes, freundliches Wesen (als einen »guten Gesellen«). Der Ausdruck findet sich zuerst bei M. Claudius und Schubart… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Hein — (männlicher Vorname); Freund Hein (verhüllend für der Tod) …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Hein [1] — Hein (Freund H.), so v.w. Tod; nach Einigen von einem voigtländischen Gott Hain benannt, Andere wollen es als Holz , Waldgeist erklären, da auch sonst der Tod unter dem Namen Holzmeier vorkommt; Andere denken an den Kobold Heine (Heinz,… …   Pierer's Universal-Lexikon

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